„Zur Hölle“ von Detlef Kowalewski – Buch Rezension

Unter dem Titel „Zur Hölle – Kohle, Knast und Rock´n´Roll“ schreibt Detlef Kowalewski eindrucksvoll über sein Leben als Musiker, Tätowierer, Geschäftsmann, Drogenschmuggler und die Zeit, die er in brasilianischen Gefängnissen verbrachte.

Das Werk enthält den Teil seines Lebens, in dem Kowalewski am Beginn einer durchaus von Erfolg geprägten Karriere als Heavy-Metal Musiker stand. Er tourte quer durch Europa und spielte unter anderem als Vorband von Iron Maiden. Neben dem Leben im Rampenlicht gab es ein bürgerliches Leben, in dem er antike Möbel aus Malta importierte und mit der Vermietung von Proberäume und einem Fitnessstudio erfolgreich sein Geld verdiente. In dieser Zeit konsumierte Kowalewski nicht geringe Mengen Kokain. Und obwohl er den Handel mit dem weißen Gold verneint, lässt das Buch offen, ob er nicht doch das ein oder andere Gramm von England nach Deutschland schmuggelte.

Irgendwann kam dann der Zeitpunkt, an dem er für seinen nicht legalen Konsum von Drogen zur Verantwortung gezogen werden sollte und landete im Zuge dessen in der Kölner JVA „Klingelpütz“. Von diesem Zeitpunkt an nahm sein Leben und somit seine Geschichte Fahrt auf und man kann sagen, dass es mit ihm und seinem Leben rasant bergab ging. Im Knast lernte er unter anderem das RAF Mitglied Wisniewski kennen. Lange hielt es ihn aber nicht hinter Gittern und es kam zu seinem ersten spektakulären Gefängnisausbruch. In Deutschland von den Strafverfolgungsbehörden gejagt, setzte er sich nach Amsterdam ab, landete aber auch dort bald wieder im Gefängnis und floh kurze Zeit später erneut aus dem Knast, der damals als das sichersten Gefängnis Europas galt. Über Spanien setzte er sich dann mitsamt seiner Frau und seinen Kindern nach Südamerika ab und hoffte, dort unbehelligt leben zu können. Dass es für ihn dort jedoch schlimmer kommen sollte als er jemals zu denken gewagt hatte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Und wer weiß, ob er trotz der Gefahr entdeckt zu werden, nicht lieber in Europa geblieben wäre, hätte er gewusst, was ihn durch die unfreiwillige Kooperation mit dem Kali Kartell erwartete. Denn schon bei seinem ersten Versuch, eine nicht geringe Menge Kokain von Brasilien aus nach Europa zu schmuggeln, wurde er erwischt und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Eindrucksvoll beschreibt er den Alltag in brasilianischen Gefängnissen, den er hautnah und an eigenem Leib miterlebt hat. Nur seiner Cleverness und viel Glück ist es zu verdanken, dass er diese Zeit überlebt hat und heute in seinem 191 Seiten starken Buch davon berichten kann. Er überlebte nicht nur die unmenschlichen Haftbedingungen sondern auch zahlreiche Mordversuche. Das Buch enthält neben einer eindrucksvollen Geschichte, die so unglaublich wie wahr ist, zahlreiche Fotos, Zeichnungen und Zeitungsausschnitte, die das Gesamtwerk abrunden.

Das Vorwort wurde von niemand geringerem geschrieben, als von Dieter Beutel, dem Polizeibeamten, der Kowalewski jahrelang auf den Fersen war, um ihn für seine Vergehen hinter Gittern zu bringen. Empfohlen sei das Buch all jenen, die schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, das eine oder andere Gramm Koks zu schmuggeln.

Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Nur noch, dass das Buch, wie alle guten Bücher aus diesem Genre, im Edition Steffan Verlag erschienen ist und das Werk online, im Buchhandel oder direkt über den Verlag für 14,90 Euro zu beziehen ist.

www.edition-steffan.de




Radikal, gnadenlos und absolut lesenswert: »Neonarr – Der Kranke Gedanke #1 – Vereinte Feinde« von Jan van Dannen, erschienen im Draufhau Verlag

Endlich hat der Draufhau Verlag die Veröffentlichungsfreigabe für die ersten beiden Texte von dem Autor Jan van Dannen erhalten. Mit diesem Schritt überlässt der Autor seine provokanten Thesen einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion. In seinem Erstlingswerk geht es um die Vereinigung von politisch rechts und links motivierten Personenkreisen mit der Absicht eine gemeinsame Revolution umzusetzen, an deren Ende die demokratische Volksherrschaft steht. Ohne große Umschweife kommt der Autor auf den Punkt und benennt die Fakten ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Betroffenen sowie der Leserschaft. Auf 53 Seiten schreibt Jan van Dannen seine »Kranken Gedanken« nieder und beschreibt den Weg der Vereinigung von Rechts und Links vom Anfang bis zum Ende und lädt ein, sich eigene Gedanken zu dieser These zu machen. In seiner ganz eigenen Art und Weise geht er mit seiner These um und zeigt in groben Zügen auf, wie Politik und Wirtschaft nach einer erfolgreich durchgeführten Volksrevolution strukturiert sein müssten, um gesellschaftlich Gerechtigkeit herbeizuführen. Radikal, gnadenlos und absolut lesenswert: »Neonarr Der Kranke Gedanke #1 – Vereinte Feinde« von Jan van Dannen. Das Flugbuch ist im im Draufhau Verlag unter dem Titel. Ein weiterer Text von Jan van Dannen mit dem Titel »NEONARR Der Kranke Gedanke #2 – Der Tellerrand« liegt uns bereits vor und wird in den nächsten Monaten veröffentlicht.

Kostenloser Download: NEONARR Der Kranke Gedanke 1 – Vereinte Feinde von Jan van Dannen

Kontakt: draufhauverlag@web.de

* Eigentlich sollte es eine Flugblatt geben, aber da sich die eingereichten Texte umfangreicher gestaltet haben, haben wir uns dazu entschieden ein Flugbuch herauszugeben.




Buch Vor-Präsentation: 9/11 – Eine Analyse (Draufhau Verlag)

Das für Dezember 2013 angekündigte Buch 911 – Eine Analyse VORABVERSION über die Ereignisse vom 11. September 2001 ist nun kostenlos als Vorabausgabe exklusiv bei Der Kreuzberger erhältlich (inkl. evtl. Fehler). Mit seinen 237 Seiten ist das Buch eine Aufarbeitung nahezu der gesamten, im Zusammenhang mit den Anschläge vom 11. September 2001 veröffentlichten Verschwörungstheorien. Es widerlegt Ansichten und Behauptungen, die von den Skeptikern der Umstände, die zu den Anschlägen führten und deren Geschehen begünstigten, in Umlauf gebracht wurden.

Einige Theorien basieren auf unklaren Aussagen von Verantwortlichen aus der Regierung, den Hilfsorganisationen, den Ermittlungsbehörden und der Untersuchungskommission. Andere wieder herum entstanden wider jeder Logik und Objektivität den Fakten gegenüber.

Interessenten, die die Buch-Datei mit Abbildungen wünschen, schreiben bitte eine e-Mail an: draufhauverlag@web.de




»Das Mesa Projekt« – Das neue Buch von Johannes Hucke in Rezension

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse präsentiert der Info Verlag aus Karlsruhe in der Reihe Lindemanns Bibliothek ein neues Buch seines Bestseller-Hausautors Johannes Hucke, den Berlin-Spanien-Weinkrimi »Das Mesa-Projekt«.

Weinkrimis sind gar nicht so selten: Auf Anhieb findet sich im Internet eine Weinkrimi-Liste mit 20 empfohlenen Titeln, und schon mehrere Krimis des Weinjournalisten Johannes Hucke sind im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

Huckes neuer, mittlerweile neunter Krimi spielt hauptsächlich in Spanien, dem Anbaugebiet des Mesa-Weines, und in Kreuzberg. Wegen ihrer Beziehungen zum dortigen Weinfachandel geraten die Romanheldin, eine junge, unbedarfte Weinliebhaberin, und mehrere Berliner Fachverkäufer völlig unerwartet zwischen die Fronten einer Weinbauerndynastie und einer kriminellen Organisation.

Nach mehreren Überfällen auf Weinhandlungen kommt es zu einer wilden Treibjagd bis nach Spanien und zurück, die sehr spannend und anschaulich beschrieben ist. Dabei bleibt sogar noch Raum und Zeit für gehaltvolle lyrische Einschübe (zitiert wird Luis de Góngara y Argote, 1561-1627) und zum Blickwechsel auf Land und Leute und den landestypischen spanischen Wein – der unglaublich bekömmlich sein muss, weil die Fliehenden ihren Flüssigkeitsbedarf ausschließlich damit decken. Auf nüchternen Magen, ohne negative Folgen für das Durchhalte- und Denkvermögen!

Schon bald (auf Seite 26 von 227) stellt sich die Frage, ob ein Wein so gut sein kann, dass er zur Gefahr für die Menschheit wird. Diese Frage bleibt ungeklärt. Aber alle anderen Fäden des geschickt konzipierten Romans werden rechtzeitig entwirrt und lassen einen zufriedenen Leser zurück.

Info: Mesa-Weine gibt es wirklich, wobei davon im Alltag außer bei hemmungslos übermäßigem Genuss ganz sicher keine Gefahr für die Menschheit ausgeht. Vino de Mesa ist die Bezeichnung für spanischen Tafelwein aus der Mesata, dem kastilischen Hochland, der aus verschiedenen Rebsorten gewonnen wird, wobei das Ergebnis bei entsprechender Sortenauswahl sehr hochwertig sein kann.

 

»Das Mesa Projekt«

Paperback, 232 Seiten

ISBN 978-3-88190-742-2

Lindesmanns Bibliothek, Bd. 198

Preis 13,80 Euro

Geschrieben von Jutta Wunderlich




Alltagsgeschehen mit Tiefenwirkung: „Zeitmanagement für Kids“

Es begab sich vor gar nicht allzu langer Zeit…. Was für ein kitschiger Anfang für eine Geschichte, aber es begab sich tatsächlich vor gar nicht allzu langer Zeit, dass ich mich mit meinem Sohn auf dem Gelände der Kinder-Verkehrsschule im Görlitzer Park befand. Die Kinder drehten ihre Runden und hatten ihren Spaß. Ich saß derweil auf einer Bank im Schatten und genoss die, mal mehr oder mal weniger vorhandene Ruhe. Als die Kinder so ihre Runden fuhren, die einen auf den Fahrrad, die anderen mit einem „Kettcar“ und wiederum andere auf einem Roller, fielen mir zwei Kinder auf, beide um die 4-5 Jahre alt. Der Junge, nennen wir ihn Steve und das Mädchen, nennen wir es Linda fuhren ebenfalls von links nach rechts und von vorne nach hinten. Dabei war Linda stets damit beschäftigt, Steve mit den Worten anzufeuern: „Steve, komm´… schnell“, „Steve beeile dich“, „nun mach schon Steve“. Ihr Ziel war es, die auf Grün stehende Ampel noch rechtzeitig zu erreichen, um nicht wieder bei Rot warten zu müssen. Steve war damit beschäftigt, zunächst auf einem „Bobbycar“, später dann mit dem Laufrad Anschluss an Linda zu halten. Mit seinen klobigen Gummistiefeln fiel ihm dies jedoch sichtlich schwer. So sehr er sich bemühte, er blieb stets um Längen hinter der ständig: „Steve, komm´… schnell“, „Steve beeile dich“, „nun mach schon Steve“- rufenden Linda zurück. Irgendwie tat er mir leid und leise sagte ich zu ihm: „Tja Steve, das wird sich durch dein ganzes Leben ziehen, dieses: „Steve, komm´… schnell“, „Steve beeile dich“, „nun mach schon Steve.“ Während ich Steve zuschaute, wie er versuchte Linda einzuholen, fiel mir die Werbung ein, die ich auch, vor gar nicht allzu langer Zeit auf einem Monitor in der U-Bahn gesehen hatte. In dieser Werbung wurde auf ein Buch mit dem Titel hingewiesen: „Zeitmanagement für Kids-fit in 30 Minuten“. Des Weiteren, so ergab meine oberflächliche Recherche, wird das Buch eingeleitet mit: „Zeitmanagement ist nicht nur für Erwachsene zu einem sehr heißen Thema geworden. Auch die Zeitpläne von Schülerinnen und Schülern sind neben dem Unterricht immer voller geworden durch unzählige Aktivitäten.“ Nach der Einleitung gibt es in dem Buch einen „Eingangs-Check“ mit dem die Kids die Effizienz ihres Zeitmanagements herausfinden können. Das Buch beinhaltet Kapitel wie „Zeitmanagement bringt mehr Spaß“, „Durchstarten in den Tag“ und „Planen mit der Mind-Map-Technik“. Ich kenne den Inhalt des Buches nicht im Detail und werde mir aus diesem Grund an dieser Stelle nicht das Maul darüber zerreißen. Ich finde es jedoch sehr beschämend für unsere Gesellschaft, dass bereits Kinder und Jugendliche – das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren – ein Zeitmanagement benötigen, um ihren Alltag effizient gestalten zu können.

Warum sollten sie ihren Tag überhaupt effizient gestalten müssen? Zu meiner Jugendzeit kam man auch ohne Zeitmanagement pünktlich und zumeist ausgeschlafen zur Schule, machte die Hausaufgaben mehr oder weniger gewissenhaft und genauso pünktlich wie man in der Schule erschien, tat man dies auch im Sportverein. Die Wochenenden waren ganz ohne Zeitmanagement gut durch strukturiert. Selbstverständlich waren einige Wochenenden recht kurz, jedoch eher aus dem Grund weil man länger in einem schönen Moment verweilte und nicht weil ein Termin den anderen jagte.

Fazit: Wenn Steve „Zeitmanagement für Kids-fit in 30 Minuten“ gelesen beziehungsweise seine Mutter es ihm vorgelesen hätte, er wäre sicher nicht in dieses Situation gekommen! Wer nun denkt er benötigt für sein „Kid-2.0“ diese Buch um es auf die Zukunft vorzubereiten, bitte. Vermutlich wäre es jedoch viel effizienter, wenn wir den Kinder ihre Zeit lassen, um sich frei von Druck jeglicher Art zu entwickeln.