Ho, ho, ho (Vorwort 5)

Nachtigall ick hör dir trapsen. Es ist schon wieder soweit und das Fest der Hiebe steht vor der Tür. Ja, ja, das “H” stimmt schon so wie´s da steht. Denn mit “Liebe” zum Fest wird´s dieses Jahr wohl nix. Was? Hat da gerade jemand aufgemuckt?

Ich habe mich im letzten Jahr so einige Male in meinem geliebten Kreuzberg und den angrenzenden Randbezirken umgeschaut und so einiges entdeckt und erlebt, was den lieben Weihnachtsmann dazu veranlassen könnte, den ein oder anderen (vielleicht auch einen von Euch) mit seiner Rute gehörig zu verdreschen.

Anfangen könnte er mit der Radfahrerin, die Mitte des Jahres aufgrund ihrer unverantwortlichen Fahrweise einen Unfall verursacht hat, in den auch ich verwickelt wurde und dann auch noch abgehauen ist. Blöde Kuh!!! (Die eigentliche Betitelung habe ich aus Rücksichtnahme auf die weiblichen Leserinnen dieser Zeitung entschärft. Möchte aber doch darauf hinweisen, dass die voran stehenden Worte in keinster Weise auch nur annähernd das aussagen, beziehungsweise dem Sinn entsprechen, den die ursprünglichen Worte ausgesagt hätten!!).

Weitermachen kann er gleich mit den ganzen Idioten, die das Jahr über randalierend durch unseren Kiez gezogen sind und Reifen zerstochen, Giftköder ausgelegt, Steine in Scheiben geschmissen und die ein oder andere Hausfassade mit sinnlosen Farbattacken verunstaltet haben. Auch über die Grenzen von Kreuzberg hinaus hätte es noch der ein oder andere verdient, die Bekanntschaft mit einem mürrischen Weihnachtsmann zu machen. Dieser müsste allerdings unpolitisch und somit parteiübergreifend agieren, sonst macht das Ganze keinen Sinn. Denn alle Politiker mit Rang und Namen haben uns auch dieses Jahr mal wieder so richtig schön das Fell über die Ohren gezogen: Volksentscheide – die mir nichts dir nichts – gekippt wurden oder bei denen noch immer überlegt wird, mit welchem schnell neu geschaffenen Gesetz, man diese am besten umgehen kann. Wahlversprechen die, oh wenn wundert´s noch, nicht eingelöst wurden. Und glaubt ja nicht, da kommt noch was. Zumindest nichts Gutes.

Obwohl, ich werde “Horch & Guck” mal auf unseren neuen Verteidigungsminister “von” und “zu Guttenberg” ansetzen. Mal sehen ob wenigstens er seinen bisher akkuraten und optimistischen Stil beibehalten kann.