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Schlagwort: East Side Gallery - Der Kreuzberger

Ausgabe 5

Titelthema: Aus der Sicht eines Hundes (2/2)
Weitere Themen: Vorwort – Ho, ho, ho / Colibri-Bar am Chamissoplatz / Horch und Guck – In Bayern / Kieznetzwerk / Kurz Gesagtes: Die längste Weihnachtsbeleuchtung, Für ein weiteres Jahr…, Pünktlich… / So etwas hat es früher nicht gegeben! – Mauerstahl / Touri-Tipp – East-Side-Gallery / Tresentest – Lisert´s Falckensteiner / William Wires – Pimp a Prejudice

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So etwas hat es früher nicht gegeben – Kunst aus Mauerstahl

Passend zum heutigen “Touri Tipp” -Thema: “East-Side-Gallery” biete ich euch hierzu mit dem Mauerstahl das passende Souvenir. Aber von Anfang an…

Da ich mich von meiner sechswöchigen Polarreise zur Erforschung der Granatküstenkaulquappe aklimatisieren wollte, lief ich durch Friedrichshain. Ich lief natürlich nicht einfach so und irgendwie durch Friedrichshain. Das Ganze fand selbstverständlich auch im Zuge meiner “Trend-Scout”-Tätigkeit statt.

Ich schlenderte also durch den Szenebezirk und schaute wie immer mal hier und mal dort. An einem fast zerfallenen Mietshaus angekommen, schallten mir die qualvollen “Schreie”, einer auf´s übelste missbrauchten Säge entgegen. Ich folgte dem schrecklichen Lärm, bis ich die Quelle gefunden hatte. Die da in Form eines Mitte dreißigjährigen Mannes vor mir stand. Schweißgebadet und mit hochroter Birne schaute mich der Sägenquäler verdutzt an, als er mich in “seinem” Hof erblickte. Die Säge die mit zerfetztem Sägeblatt an seiner rechten Hand schlaff herunter hing, war froh, dass ich ihr mit meinem Auftritt eine Pause verschafft hatte. Mit einem amüsierten Lächeln fragte ich den “Handwerker” was das wird wenn´s fertig ist. “Portionierter, limitierter Mauerstahl”. Punkt. Immer diese Scheiß “Zwei-drei-Wort” – Antworten, nach denen man immer noch nicht schlauer ist. Ich erwiderte dementsprechend knapp mit einem “Und?”. Er wiederum mit einem “Wie? Und?”, was mich diesmal dazu veranlasste, energischer zu antworten:”Wie? Und? Mauer-

stahl?” Was zum Henker soll das sein?” Er gab mir ein etwa vier Zentimeter langes Stück angerostetes Moniereisen in die Hand und sagte mit fast mystischer Stimme: “Du hältst gerade das Herzstück der Berliner Mauer in Deiner Hand.” “Wie?” fragte ich. “Naja”, sagte er “die “East-Side-Gallery” wurde doch saniert. Im Zuge dessen wurden auch die alten Moniereisen gegen neue ausgetauscht. An einen Teil der alten und entsorgten Moniereisen bin ich eben durch Zufall drangekommen.” Clever, dachte ich bei mir und hakte nach “Und jetzt?” “Zerlege ich die Eisenstangen in handliche Stücke von 2, 4 und 6 Zentimetern und verhöker die Dinger an die Touris. Ich habe sogar schon einen Laden in Kreuzberg, der die Dinger für mich verkauft.”

“Und wie kannst Du die Echtheit von dem Zeug nachweisen?” wollte ich wissen. “Nun, ich habe Fotos von eben diesem Stahl, wie er hier vor Dir liegt, als er noch vor der sanierten Mauer lag. Und seien wir doch mal ehrlich. Soviel Mauer wie bisher angeblich an originalen “Berliner Mauer” – Steinen bereits weltweit verkauft wurden und immer noch verkauft werden, gab es um ganz Berlin herum nicht annähernd. Denk mal darüber nach.” Klingt plausibel. “Und aus eben diesem Grund ist mein Mauerstahl auch auf maximal 2500 Stück limitiert und wenn die weg sind, sind sie weg.” Tja, was soll ich sagen, am Ende kaufte ich ihm, in der Gewissheit ein Original vier-Zentimeter “Herzstück” der Berliner Mauer in den Händen zu halten, ein Stück inklusive “Beweisfoto” für 8 € ab.

Wir sprachen dann noch über das ein oder andere Projekt von ihm, bevor ich mich auf den Weg in die Redaktion vom “Kreuzberger” machte. Hier hatte ich mich seit meiner Ankunft von meiner Reise auch noch nicht wieder blicken lassen. Was soll ich Euch sagen, dort angelangt erblickte mein müdes Auge in einer Vitrine und schön in Szene gesetzt: portionierten, limitierten Mauerstahl!

So etwas hat es früher wirklich nicht gegeben.

Euer Trend-Scout




Touri Tipp – East-Side-Gallery

Seit 2008 wurde an der Holzmarktstraße gestemmt, gebohrt, verputzt und versiegelt. Jetzt nach anderthalb Jahren Bauzeit sind die Sanierungsarbeiten an der, mit 1316 Metern, längsten Open Air Gallery der Welt, abgeschlossen. Auch die meisten Künstler haben ihre einst gefertigten Bilder auf Grundlage von alten Fotos und Unterlagen wieder hergestellt. Wobei es, wie sollte es in Berlin auch anders sein, Streit um das Honorar der einzelnen Künstler gab. Sei es wie es sei. Seit November ist die East-Side-Gallery wieder für den allgemeinen Publikumsverkehr freigegeben.

Die Geschichte und Mythen um die ehemaligen Grenzanlagen sind jedem bekannt. Deshalb beschränken wir uns auf die jüngere Geschichte von 1989 bis zum heutigen Tage: Auf den Vorschlag von David Monti und der Initiative der beiden kurz zuvor zusammengelegten Künstlerverbände, dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und dem Verband Bildender Künstler der DDR, wurde die Idee zu einer Open Air Gallery verwirklicht. Im Jahre 1990 wurde im offiziellen Auftrag des Ministerrates der DDR die “East-Side-Gallery” gegründet. Kurz darauf machten sich 118 Künstler aus 21 Ländern ans Werk, die über einen Kilometer lange Mauer mit ihren Kunstwerken zu bemalen.

Am Ende befanden sich annähernd 100 Gemälde auf der ehemals grauen Staatsgrenze. Am 21. September 1990 wurde dann die längste Gallery unter freiem Himmel eröffnet. Im Laufe der Jahre nagten die Witterungsbedingungen an der Bausubstanz und auch der ein oder andere Sprayer setzte sein Graffiti auf die Wand. So war dann auch, im Jahre 2000 die erste, oberflächliche Sanierung fällig. Hierbei wurden die noch vorhandenen Bilder konserviert, unebene Stellen und herausgeschlagenes Mauerwerk ausgeglichen und beschädigte Bilder notdürftig ausgebessert.

Seit 1997 kümmert sich die Künstlerinitative “East-Side-Gallery e.V.”, unter der Leitung von Kani Alavi, um den Unterhalt und den Erhalt der Kunstmeile. Nachstehend haben wir einige am Gesamtkunstwerk beteiligte Künstler aufgeführt. Und nun nutzt das schöne Herbstwetter und schaut euch mal das vollendetet Werk an. Es lohnt sich.

Einige der Künstler und ihre Motive:
– Narenda K. Jain: Die sieben Stufen der Erleuchtung
– Fulvio Pinna: Hymne an das Glück
– Jens-Helge Dahmen: Pneumohumanoiden
– Gábor Simon: Space Magic
– Carsten Jost, Ulrike Steglich: Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln
– Christine Fuchs: How’s God? She’s Black
– Gerhard Lahr: Berlyn
– Karin Porath: Freiheit fängt innen an

Verkehrsanbindung: Bahnhof/Station: Warschauer Straße

U-Bahn Linie 1
S-Bahn Linie 3, 5, 7, 75
Tram Linie M10
Bus Linie 347, N1

TIPP: Unweit von hier, liegen unzählige der einschlägig bekannten Szeneclubs und Veranstaltungsorte wie z.B.: Dot-Club, Lido, Club der Visionäre, Postbahnhof, Arena, O2-World u.v.m..