Vorwort 30

Mit der »Lieber tot als ohne Geld«-Soli-Party am 23.04. begannen bei Fräulein Rottenmeier die Soli-Wochen zur Rettung vom Kreuzberger. Bereits im Vorfeld hatten Plakate und ein Bericht in der Tageszeitung Neues Deutschland auf das Ereignis hingewiesen.

Der Veranstaltungsort war mit den Titelseiten sämtlicher Ausgaben verziert und es wurden einige Gerätschaften ausgestellt, die bei der Kreuzberger-Produktion zum Einsatz kommen. Für das leibliche Wohl der Gäste hatte die Gastgeberin mit ihrem Angebot von süß bis deftig gesorgt. Das Bier war vorbestellt und stand gut gekühlt beim freundlichen Getränkehändler von um die Ecke zur Abholung bereit. Buchstäblich in letzter Minute haben wir uns noch drei Soli-Kisten WOSTOK und drei Soli-Flaschen MAMPE besorgt, sodass auch bei den Getränken für alle Eventualitäten vorgesorgt war. Ein fettes Danke für diese Spontan-Soli-Aktion.

Was fehlte war der Chefredakteur. In der Hoffnung, dass er in seiner unendlichen Güte mitkommen würde um die erwarteten Gäste zu unterhalten, bat ich ihn, sich von der Readktionscouch zu erheben. Schließlich war er neben den redaktionellen VUP´s (Very Unimportant Persons) die Hauptattraktion des Abends.

Als wir um die Ecke bogen und auf die Minute genau zur Eröffnung erschienen, standen bereits die ersten Gäste vor der Tür und waren in Gespräche vertieft. Nach und nach trafen weitere Gäste ein. Unter anderem fanden sich Peter Kaspar der Herausgeber der Kiez-Zeitung »Kiez und Kneipe« ein und auch Matthias Braun, Geschäftsführer von »z´app« gab sich die Ehre. Nach und nach entwickelten sich die erhofften Gespräche über die Zeitung: Was war, was ist, was wird sein? In aller Ernsthaftigkeit schilderten wir den Anwesenden die bedrohliche Lage, die uns zu so verzweifelten Mitteln hat greifen lassen wie diese Soli-Party.

Leider blieb der große Ansturm aus, so dass wir ab 22 Uhr im kleinen Kreis weiter feierten. Als Ruhe einkehrte, war es für den Chefredakteur an der Zeit sich zurück zu ziehen und den erlebnisreichen Abend in irgendeiner Ecke liegend ausklingen zu lassen. Jedoch vergeblich – immer wieder kam oder ging ein Gast, den es für Schröder zu begrüßen beziehungsweise zu verabschieden galt.

Fazit:

Mit den an diesem Abend und in den darauf folgernden Wochen eingenommenen Spenden in Höhe von 276,84 Euro lässt sich knirsch und knapp eine Ausgabe, aber beim besten Willen keine Zeitschrift langfristig finanzieren. Nachdem unser Aufruf »Lieber tot als ohne Geld« aufgrund des durchaus provokanten Fotos zwar Beachtung fand jedoch keine Resonanz hervorrief, haben wir uns dazu entschlossen bis auf Weiteres die Druckausgabe von Der Kreuzberger einzustellen. Somit ist die euch nun vorliegende Mai/Juni-Ausgabe, die vorerst letzte auf Papier gedruckte Ausgabe der Zeitschrift.

Aktuelle Soli-Aktionen

Derzeit liegen die Soli-Abo-Listen in sympathisierenden Läden aus, in die sich Interessierte Leserinnen und Leser eintragen können um somit den Kreuzberger zu unterstützen. Sollten wir 1.200 Soli-Abonnenten zusammen bekommen, steht die Zeitung für ein weiteres Jahr auf einem sicheren Fundament. Darüber hinaus wird es einen Crowdfunding-Kurzfilm geben, mit dem wir überregional um Unterstützung werben werden.

So vieles nicht gemacht

In den ganzen Jahren des Recherchierens, Lesens, Denkens und Schreibens gab es Themen, über die wir sehr gern berichtet hätten, für deren Ausarbeitung uns jedoch die finanziellen Mittel fehlten. So war es geplant dem Bayer-Konzern ein paar Fragen über den vor einigen Jahren vor einem US-Gericht endenden Rechtsstreit gegen das Tochterunternehmen Cutter Biological und zu den verheerenden Folgen des Medikaments »Koáte« zu stellen (siehe »Tödlicher Ausverkauf«, WDR und »Blutgeld«, ZDF). Wir hatten vor, die Einladung in die Zentrale des Gen Technik Konzerns Monsanto wahrzunehmen um die »Höhle des Löwen« zu erkunden. Hingegen abgelehnt haben wir lukrative Werbeangebote wie zum Beispiel das der Scientology-Kirche.

Ein dickes fettes Danke

Abschließend bedanke ich mich bei allen, die uns unterstützt haben und damit versucht haben den Kreuzberger zu retten. Ohne die spontane Unterstützung von Unternehmen wie WOSTOK und MAMPE sowie dem Fräulein Rottenmeier wäre die Umsetzung eines Feucht fröhlichen Abends nicht möglich gewesen. Ein besonderer Dank geht an die Tageszeitung Neues Deutschland, die uns in regelmäßigen Abständen mit der Schaltung einer Werbeanzeige mehr als ein Mal den Arsch gerettet hat. Gleichermaßen bedanke ich mich bei bookfield, der mit seinen regelmäßigen Spenden und Artikeln, eine der tragenden Säulen der Zeitung war und hoffentlich auch bleiben wird. Jutta und Marek waren es, die ohne zu zögern als Finanzier für die Druckmaschine bereit erklärt haben – auch ihnen gilt mein Dank. Kersten hat dem Kreuzberger mit der Rundumerneuerung vom Erscheinungsbild zu neuem Ansehen verholfen. Zum guten Schluss danke ich auch den Firmen Riso und Antalis, die uns unermüdlichem mit ihrem Service zur Seite standen.

Vielleicht auf bald




Vorwort: Wir sind die Lobbyisten

Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat. Mit dieser Aussage zum 1. Januar lehne ich mich weit aus dem Fenster und sage voraus, dass sich auch in Zukunft nichts an den demokratendiktatorischen Zuständen in diesem Land ändern wird – oder glaubt daran wirklich noch jemand? Von daher bin ich mir sicher, dass dieses Pack, das auf dem Bundespresseball vereint feierte, auch in diesem Jahr wieder einige Überraschungen für uns bereit halten wird. Im Zusammenhang mit dem Bundespresseball frage ich mich jedes Jahr erneut: »Wo zum Henker sind all die Selbstmordattentäter, Terroristen und sonstig politisch motivierten Personenkreise, die nach dem Leben der Reichen und Mächtigen trachten, wenn man sie mal bräuchte?« Aber es wird wohl für immer (m)ein Traum bleiben, eines schönen Morgens zu erwachen und in den Nachrichten die frohe Botschaft zu vernehmen, dass diese Bande von Volksverrätern, Sklaventreibern und Medienvertreter unvorhergesehen aus dem Leben gerissen wurde – verdient hätten sie es.

Jedoch wir sind nicht ganz unschuldig an der Situation. Was nicht heißen soll, dass sich einer von uns unter das Gesindel beim Bundespresseball hätte mischen und unter dem Ruf: »Für Opposition, Volk und Vaterland« den Auslöser betätigen sollen, der alle Anwesenden zu Verwesenden gemacht hätte. Aber wir sind die Lobbyisten, wir sind es, die mit unserer Stimmabgabe bei der Wahl und der protestlosen Hinnahme der großen Koalition den wi(e)dergewählten Politikern eine Lobby verschaffen. Eine Lobby, die sie dazu berechtigt in unserem Namen Entscheidungen zu treffen, die wider dem Willen des Volkes sind und sein werden. Diese Lobby reichte Ronald Pofalla (CDU) jedoch nicht aus und so wechselte er von der einen Seite zur anderen. Doch was die Medien zu Hatz veranlasst und die Bürger erzürnt, gehört in den USA zum Alltagsgeschäft. Dass die Medien Pofalla dem Volk zum Fraß vorwerfen, sollte uns jedoch nachdenklich stimmen. Was hat er getan? Welcher Fehler ist ihm unterlaufen? War es gar kein Fehler sondern nur Gier? Egal! Egal kann es uns auch sein, dass Pofalla die Seiten gewechselt hat. Den weder in seiner Position als Kanzleramtsminister war er auf der Seite des Volkes noch in Zukunft im Vorstand der Bahn wird er sich auf dessen Seite befinden.

Egal sollte es uns jedoch nicht sein, das durch die Wahl auch Gerda Hasselfeldt (CSU) eine Lobby erhalten hat und es sich nicht nehmen lässt, als eine der letzten in das Horn derer zu blasen, die vor der aufkommende »Armutsintegration« aus Bulgarien und Rumänien warnen. Fast schon flehend äußert Hasselfeldt, dass es bei der zu erwartenden Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren nicht zum Missbrauch von Sozialleistungen kommen möge. Scheinheilige Schla….nge, hätte ich doch fast Schlampe geschrieben. Die Tatsache des volkseigen geschaffenen Lobbyismus basiert jedoch auf dem von Staat und Wirtschaft gefördertem Delirium, in dem sich die Bevölkerung befindet. In einem Delirium, gefangen zwischen Arbeit, Familie, der Wahrung des Ansehens und auf der Suche nach dem eigenen Ich – hin und her gerissen zwischen der Verzweiflung des Alltag und dessen Bewältigung und der Hoffnung geschwängerten Motivation, dieser alltäglich zu bewältigenden Verzweiflung eines Tages entfliehen zu können, fällt es schwer sich mit einer Politik zu befassen, die selbst von ihren Vertretern in ihrer Gänze kaum erfasst, gar verstanden wird. Unter diesen Umständen soll das Volk in der Lage sein eine verantwortungsvolle Entscheidung für das Land zu treffen!?

Auf ein neues Jahr… – Olly und das Kreuzberger-Team




Verständnis (Vorwort Ausgabe 26)

»Werte Fahrgäste, aufgrund einer technischen Störung ist der Zugverkehr auf der Linie 1 unregelmäßig. Wir bitten Sie um Verständnis für die Verzögerungen.«

So geschehen am 22. August 2013 um 12.25 Uhr auf dem U-Bahnhof Schlesisches Tor in Berlin-Kreuzberg. Manchmal ist es nur ein Satz, der einen Gedanken anregt. In diesem Fall war es sogar nur ein Wort: Verständnis. Ein Mal mehr wurde ich angehalten Verständnis für etwas zu haben. Verständnis soll ich immer wieder haben. Verständnis für eine zu spät fahrende U-Bahn, Verständnis für Fehler in der Personalplanung bei der Bahn, Verständnis für geistig minderbemittelte Polizisten, die in »starken Stresssituationen« Jugendliche, Behinderte und Senioren verprügeln, Verständnis für Manager, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, Verständnis für die wieder ausbezahlten Bonis für Banker von systemrelevanten Banken, Verständnis für die Machenschaften der Konzerne und nicht zu guter Letzt soll ich auch noch Verständnis für Politiker aufbringen, die ihren Aufgaben nicht im Ansatz nachkommen und unser Volksvermögen verzocken.

Stets wird versucht Missgeschick, Dummheit und Unfähigkeit mit noch so weit an den Haaren herbeigezogenen Ausreden und Argumenten zu entschuldigen und die Öffentlichkeit darum gebeten (falsches!) Verständnis zu haben. »Ich wusste nicht«, »ich konnte nicht«, »ich hatte ja keine Ahnung« sind noch die ehrlichsten Kommentare. Jedoch, wenn jemand »nicht weiß«, »nicht kann« oder »keine Ahnung hat«, sollte er es sein lassen. Das gilt für Manager, Berater, Banker, Polizisten, Politiker und alle anderen.

Die Regimeelite, Vorstandsetagen von Unternehmen und Konzerne quillen über von Leuten wie Schröder, von der Leyen und de Maiziére, die alle samt nichts »wissen«, nichts »können« und »keine Ahnung« haben. Überall lungern lauter kleine Wowereits, Wulffs und Ackermänner herum. Die Liste mit systemrelevanten Menschen, die durch ihr Tun stets in Verlegenheit kommen die Öffentlichkeit um Verständnis bitten zu müssen, ist endlos lang.

Bittet jedoch im umgekehrten Fall der Kunde oder Bürger um Verständnis beim Regime oder den Konzernen, ist die Resonanz zumeist negativ und er wird behandelt, wie der letzte Dreck, handeln Regime und Konzerne wie der, einst von Klaus Kinski beschriebene Jesus Christus: »Er hat eine Peitsche genommen und hat ihm in die Fresse gehauen.« Selbst wenn das Volk seinen Willen per Volksentscheid äußern soll, beugt das Regime das Recht, um die eigenen Interessen durchzusetzen und verlangt erneut Verständnis für diese Rechtsbeugungen. Die Zeit für Verständnis ist vorbei. Ich habe kein Verständnis mehr für zerschredderte NSU-Akten, für 600 Millionen Euro, die für ein flugunfähiges Fluggerät ausgegeben wurden, für Banken-Rettungsfonds, für menschenverachtend handelnde Konzerne, kein Verständnis mehr für Geheimdienstaktionen, die zu meine Sicherheit durchgeführt werden, mich aber nur in meiner Freiheit einschränken.

Wir können uns auch nach diesen Wahlen wieder ganz sicher sein, dass es heißt: »Wir bitten um Verständnis dafür, dass nicht jedes vor den Wahlen gegebene Wahlversprechen auch eingehalten werden kann.«




Vorwort Ausgabe 25: Revolution!?

Die Revolution ist offiziell ausgerufen! Na ja vielleicht nicht ganz. Aber immerhin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel sich in ihrer Rede zum 60. Jahrestag des 17. Juni vor den Menschen verneigt, die sich damals gegen Unterdrückung und staatliche Willkür zur Wehr setzten. Sie verneigte sich auch vor denen, die heute weltweit um Freiheit und Menschenwürde und Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, also um die universellen Menschenrechte Kämpfen und viele dafür riskieren. „Aus Wut wurde Mut“ – war ein weiterer Satz, mit dem Merkel den Einsatz der Aufständischen lobte. Lasst uns Merkel beim Wort nehmen! Wenn ich also zum Kampf für Freiheit, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufrufe, mache ich das nicht nur auf der Grundlage von Verfassung und Grundgesetz, sondern in Zukunft auch bezogen auf die Aussage unserer Bundeskanzlerin.

Weiter geht es mit dem von mir gehassten und verdammten Bürgermeister Klaus Wowereit an. Dieser hat die Pläne von Flughafenmanager Mehdorn torpediert, in dem er der Teileröffnung des Flughafens eine Absage erteilt. Grund für den Einwand, ein Konzept für das Vorhaben war noch nicht erstellt. Dabei ist es Wowereit der bezüglich des Flughafens die leisesten Töne anschlagen müsste. Ich bin gespannt, wann unser Bürgermeister das vor Kurzem und ebenfalls mit Verspätung eröffnete, in Rosa gehaltene Barbie-Plüsch-Haus entdeckt und seine Amtsräume, seiner verträumten Scheinwelt angepasst, dorthin verlegt. Wenn ich schon bei den Problemen der Luftfahrt bin, kann ich auch gleich die Nichtskönner der Bundeswehr mit Dreck beschmeißen. Der Verantwortliche in diesem Fall ist derzeit Verteidigungsminister Thomas de Maiziére. Er muss nun den Kopf für die Entscheidungen seiner Vorgänger und Mitarbeiter hinhalten, die über 600 Millionen Euro buchstäblich in den Wind geblasen haben, in dem sie sich von den USA ein mit Mängeln behaftetes unbemanntes Fluggerät (Drohne) haben andrehen lassen. Danach folgte Lüge auf Lüge, wer was wann wusste. Wer ein Mal lügt, dem glaubt man nicht mehr“. Ein Spruch, der nicht nur von Gerichten gegenüber dem Volk angewandt wird, sondern hoffentlich bald auch in entgegengesetzter Konstellation.

Damit sich hier keiner aus der, uns unterdrückenden Regimeelite hämisch davonschleichen und sagen kann: Ich wasche meine Hände in Unschuld, habe ich noch einen Punkt, von dem keine/r MinisterIn freizusprechen ist. Das „neue“ Wahlgesetz. Schon heute vermuten Experten, dass dieses nach der Wahl erneut auf den Prüfstand kommt und überarbeitet werden muss. Dies heißt soviel, dass wir hierzulande im September nach einem, zum Teil „nachbesserungswürdigem“ und dem letzten Urteil des Bundesverfassungsgerichtes nach immer noch ungültigem Wahlgesetz wählen gehen. Bei der ganzen Scheiße, die uns die Regimeelite zumutet, müssten es menschliche Exkremente sein, die Seitens des Volkes auf die MinisterInnen geschmissen werden müsste. Nur dann wäre dem Sprichwort: Auge um Auge, Zahn um Zahn genüge getan.

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen,

Olly




Es ist Winter in Deutschland (Vorwort Ausgabe 24)

Auf meinen Runden durch den Kiez fallen mir immer wieder am Straßen and abgestellte Dinge auf. Diesmal war es eine Tasche mit Büchern, die zu verschenken war, wie der darauf angebrachte Zettel offenbarte. Oben auf lag ein Buch mit dem Titel »Die geheime Sprache von….«.

Mein Interesse war geweckt und so nahm ich das Buch, um den auf dem Buchrücken zusammengefasst stehenden Inhalt zu ergründen. Es handelte sich um einen »märchenhaften Roman«. Ohne weiter zu überlegen, legte ich das Buch zurück in die Tasche. »Märchenhafte Romane« dachte ich bei mir, die brauche ich bei meinem Leben nun wirklich nicht. Wobei neben dem ganzen vorhandenen medialen Sondermüll ein märchenhafter Roman noch eine der anspruchsvollsten Arten ist, sich zu unterhalten. Weitaus schlimmer sind Medien, wie Zeitung, Radio und Fernsehen. Die Frage, die sich einem unwillkürlich stellt: Haben die Menschen Angst vor der Wahrheit, Angst, der Realität ins Gesicht zu blicken? Dies würde zumindest erklären, warum sie versuchen, sich mit der Krönung des Dschungelkönigs, der Wahl von Germany‘s next Topmodel, der Wok-WM, Berlin Tag & Nacht oder eben einem märchenhaften Roman von der Umwelt abzulenken, die sie umgibt, ja, sie gar gänzlich auszublenden und zu verdrängen. Obwohl wir hierzulande ansteigende Plusgrade zu verzeichnen haben, herrscht Winter in Deutschland, geistiger Winter. Die Menschen haben ihre Gedanken, ihre Fähigkeit nachzudenken, eingefroren.

Bild und B.Z. als Urheber für den gesellschaftlichen geistigen Abstieg verantwortlich zu machen, gilt heute nicht mehr. Längst liefern – aus meiner Sicht – auch angesehene Formate und Medien, wie die »Tagesschau« belanglose Inhalte oder drohen, wie der »Tagesspiegel«, im Sumpf der medialen Belanglosigkeit zu versinken. Die Folgen der verklärenden Medienberichterstattung haben wir vor Augen. Die Tatsachen werden verdrängt, wie eine zum Teil demotivierte Jugend ohne sichere Zukunftsaussichten, real steigende Arbeitslosenzahlen, die auch durch Zwangsmaßnahmen vom Jobcenter nicht weggeredet werden können, Arbeitslöhne von unter fünf Euro die Stunde, die bereits heutzutage bestehende Altersarmut und Dutzende, wenn nicht gar Hunderte von weiteren, durch unsere unfähigen Volksvertreter verursachten Missstände.

Vor dem Hintergrund der »Zypern-Krise« beruhigt Malte Diesselhorst von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz im »Tagesspiegel« Ende März 2013 die LeserInnen. Er schreibt sinngemäß, wenn die von den Banken angebotene Einlagensicherung durch die Geldhäuser nicht mehr gewährleistet werden könne, würde der deutsche Staat einspringen, »So war es jedenfalls immer in der Vergangenheit.« Sollte dies auch nicht möglich sein, würde laut politischer Bekundung der Europäische Rettungsschirm finanziell aushelfen. Dass »politische Bekundungen« einen feuchten Scheißdreck wert sind, wissen wir nicht erst seit den letzten Wahlen. Ich bin gespannt, wann die Ersten aus ihrer Scheinwelt, in der sie leben, herauskommen und realisieren, dass auch sie in dem sinkenden Schiff sitzen und das Manöver der Bundespolizei nicht nur der Befriedung von Auseinandersetzungen der Hooligans und dem »Aufzeigen von Schwächen« dienlich war. Auf den Boden der Tatsachen gelangen sie alle, die einen landen härter (siehe BP-Manöver) die anderen sanfter.




“Wenn wir uns erst mal einig sind” (Vorwort 23)

Es kommt, wie in dieser Ausgabe, immer mal wieder vor, dass wir uns mit längst vergessenen Themen beschäftigen. Dies geschieht nicht, weil aktuell nichts passieren würde, sondern weil die Berichte von längst vergangenen Taten zeugen, die die derzeitige Vorgehensweise des Regimes Hierzulande widerspiegelt und jeder wache Geist erkennt, dass sich nichts, aber auch absolut rein gar nichts verändert hat und verändern wird, wenn wir nicht endlich unsere Ärsche aus dem Sessel des Wohlstands erheben, in dem wir – auch die Hartz IV-EmpfängerInnen – gegenüber anderen Menschen auf dieser Welt sitzen, um in die Ärsche der Regierenden zu treten. Überall auf der Welt gehen die Menschen auf die Straße und wir sitzen hier und drehen Däumchen oder organisieren, wie seit eh und je, Atomtransportblockaden und kotzen uns über den Kapitalismus und die Umweltzerstörung aus. Aber was passiert? Nix! Absolut rein gar nichts!

Das Regime wirft uns einen Missstand nach dem anderen vor die Füße und keinen interessiert es. Sie verkaufen das Land (Liegenschaften), bauen sich für Milliarden Euros von Steuergeldern ein Regierungsviertel, was treffender als Sanierungsviertel bezeichnet werden sollte, und haben mit den Großprojekten BER und Stuttgarter Hauptbahnhof Milliardengräber geschaffen. Die EU-Banken-Krise verschwindet nach und nach hinter dem Schleier der Egalität und wird als gegeben hingenommen. Steuerverschwendung soll unter Strafe gestellt werden, heißt es aus Regierungskreisen. Da frage ich mich und sicherlich jede/r NormalbürgerIn: Wie? Betrug am Volk steht noch nicht unter Strafe? Zwischendurch drängt sich Familienministerin Kristina Schröder ins Bild und schwafelt von einer Großelternzeit, um über die fehlenden, jedoch staatlich zugesicherten Kitaplätze hinwegzutäuschen. Hinzu kommen die Merkelschen Haftungsversprechen für die Aufrechterhaltung ihrer Vision vom Großdeutschen Reich Europäischer Nationen (GREN). Da ist es schon ein schwaches Licht der Hoffnung, dass sich unser Außenminister Guido Westerwelle Ende Januar vor die Kameras gestellt hat und zu dem, von dem englischen Premierminister David Cameron angedrohten Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft in sicherem Englisch gesprochen und auf die Fragen der ausländischen Presse geantwortet hat. Dieser Hoffnungsschimmer zerplatzte jedoch sogleich wieder, als die Tagespresse im Internet verkündete, dass die Baukosten vom Stadtschloss und die Sanierung des Pergamonmuseums, die geplanten Kosten um ein vielfaches übersteigen werden. Dieses Mal wurde unter anderem der problematische Untergrund Berlins als Ursache genannt.

Allenfalls eine Handvoll Personen begibt sich in die Position und somit in die Gefahr in den rechtsfreien Raum abzugleiten, um die festgeschriebenen Gesetze für Natur, Tier und Mensch einzufordern, in dem sie mit Worten und Taten agieren. Der Rest der Bevölkerung steht als schaulustiges Publikum drum herum und schaut tatenlos zu, wie das Land in den Abgrund getrieben wird. Es würde mich nicht wundern, wenn regimekritische Aktivisten eines Tages – nach erfolgreicher Revolution – all jene Schaulustigen, auf Grundlage vom Artikel 20 des Deutschen Grundgesetzes und Paragraph 323 des Strafgesetzbuches, wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen.

Hinzu kommen jene, die gegen alles sind. Gegen was, weiß manch einer von ihnen gar nicht so genau, die Hauptsache ist man engagiert sich und ist – gegen etwas. Egal ob gegen linke oder rechte Gesinnung, gegen Kinderarbeit, gegen Atomkraft, gegen geplante Flugrouten, gegen Klimaveränderung – gegen…, gegen…, gegen. Darüber hinaus gedenkt niemand seinen Widersachern auch nur einen Millimeter an Boden zu überlassen geschweige denn, im gemeinsamen Kontext, wenn nicht ein Miteinander, zumindest versucht, ein Nebeneinander zu schaffen. Die Fronten sind verhärtet.Erst wenn jeder auch für die Probleme des anderen einsteht, werden wir Zusammenhalt in der Gesellschaft erreichen und den Klassenkampf beilegen können. Erst wenn wir soweit sind, und wir von einem Ich- zum Wir-Denken übergegangen sind, werden die folgenden Zeilen Realität werden können:

Wenn wir uns erst mal einig sind,

weht glaube ich ein ganz anderer Wind

dann werden sie nicht mehr lachen,

sondern sich auf die Socken machen (…)

(…) und du weißt es wird passieren

wenn wir uns organisieren.

(Ton, Steine, Scherben)

 




Plünderer der Staatskassen (Vorwort 22)

Der Unfähigkeit unserer Regimeelite und ihrer Helferlein sei dank. Sie haben es ein Mal mehr geschafft, dass ich das bereits fertig gestellte Vorwort 22 kurz vor der Druckfreigabe verworfen und neu geschrieben habe. Nun war das angedachte Vorwort der Besinnlichkeit der vergangenen Feiertage angepasst und frei von niveauloser Ausdrucksform. Aber was zu viel ist ist nun einmal zu viel.

Laut Spiegel-Informationen kam ein Gutachten der Unternehmensberatung McKinsey zu dem Ergebnis, dass der neue Bahnhof in Stuttgart rund 2,5 Milliarden Euro teurer wird als berechnet. 2,5 Milliarden Euro! Wie bitteschön kann man sich um 2.500000000 Euro verrechnen?! Zuvor wurde uns eröffnet, dass der Großflughafen Berlin-Brandenburg Mehrkosten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro mit sich bringt. Weder beim Bau des Bahnhofs noch bei dem des Großflughafens ist ein Ende der Misere in Sicht. Ein Mal mehr beweist sich, das unsere Regimeelite völlig unfähig ist das Land zu regieren. Diese Penner verzocken unsere Steuergelder und das einzige Problem, welches sie derzeit haben, ist die Wahl des neuen Bundeskanzlers. Nicht wir sollten vor die Wahl gestellt werden welches Übel wir die Mehrheit im Bundestag anvertrauen, sondern wir sollten diese Schmarotzer, Wegelagerer, Ausbeuter und Volksverräter vor die selbige stellen, ob sie freiwillig von ihren Ämtern zurücktreten oder ob das Volk sie aus dem Amt und in direktem Anschluss aus dem Land jagen soll.

Mit Steinbrück glauben die PolitikerInnen dem Volk einen »Hoffnungsträger« vor die Nase setzen zu können. Seine Kandidatur zum Bundeskanzler und seine großspurigen Reden sollen beruhigende Wirkung auf das Volk ausüben. Wortgewaltig verspricht er Wohlstand der, wie »uns Guido« Westerwelle sagen würde, zur spätrömischen Dekadenz einlädt. So schön die Vorstellung von mehr sozialer Gerechtigkeit auch ist, ich glaube keinem Politiker, auch Steinbrück nicht, ein einziges Wort. Diese HeuchlerInnen haben uns zu oft belogen, betrogen und hinter das Licht geführt, als das sie es verdient hätten, dass man ihnen erneut Vertrauen schenkt. Das Ex-Kanzler Schröder und der amtierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit unter den Anwesenden waren, zeigt die Haltung der SPD gegenüber dem Volk. Mit einer Ausladung der beiden hätte die Partei endlich einmal Rückgrad beweisen können. Hinzu kommt die immer grinsende Honigkuchenstute Doris Schröder-Köpf, die zwischen den sie vergötternden Genossinnen und Genossen saß und jeden halbwegs gelungenen Satz von Steinbrück überschwänglich applaudierend beipflichtete.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Finanzkrise in Europa weitet sich aus. Opel schließt 2016 das Werk in Bochum und entlässt 3.000 MitarbeiterInnen. Weltweit wächst der Widerstand gegen die soziale Ungerechtigkeit. Die Jugend Chinas rebelliert gegen die Staatsgewalt.

Das Spiel der Mächtigen geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. Es bleibt die Frage, wie wir das Ende gestaltet wissen wollen. Als Untertanen der herrschenden Elite oder als freie Menschen mit eigenem Willen und im Besitz der Macht, die vom Volke ausgeht?

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen des Kreuzbergers. Diesmal ohne Foto vom Arschloch, aber wieder mit jeder Menge Arschlöcher.




Der Kampf geht weiter…! (Vorwort Ausgabe 20)

Im Zuge meiner Ermittlungen gegen den Staat unterhalte ich mich mit vielen Menschen und sichte unzählige Unterlagen sowie Filmdokumente. Leider fällt mir dabei immer häufiger auf, dass die „Alten“ – ehemalige Kämpferinnen und Kämpfer für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit – ihrem einstigen Aktionismus abwertend, wenn nicht gar ablehnend gegenüber stehen. Sie bezeichnen ihren Einsatz als ‚blauäugig‘, ‚aussichtslos‘ und ‚Jugendsünde‘. Nun frage ich euch: „Was ist daran ‚blauäugig‘, wenn man versucht der Staatsmacht die Stirn zu bieten?“, „Welcher Kampf für die Gerechtigkeit ist so ‚aussichtslos‘, dass er es nicht wert wäre bis zum Ende geführt zu werden?“, „Was ist daran eine ‚Jugendsünde‘, wenn man für ein soziales Allgemeinwohl gekämpft hat?“

Für Etliche, die in diesem Kampf ihr Leben gelassen haben, war es keine ‚blauäugige‘, ‚aussichtslose Jugendsünde‘. Auch wenn ich nicht an diesem revolutionären (Straßen-) Kampf in den siebziger und achtziger Jahren beteiligt war und mich hochachtungsvoll vor den Kämpferinnen und Kämpfern jener Tage verneige, erlaube ich mir doch die Frage an jene Ehemaligen zu stellen: „Wo ist Euer Zorn der vergangenen Tage?“ Nichts ist besser geworden. Nichts hat sich geändert. Im Gegenteil. Es ist also noch nicht die Zeit, die Hände in den Schoß zu legen

Es ist bereits fünf nach zwölf und mehr denn je an der Zeit, der Jugend zu zeigen, wie sie ihr Leben mit einer Aussicht auf eine erstrebenswerte Zukunft nachhaltig sicherstellen kann. Sei es nur, sie zu motivieren diesem Scheiß-Regime einen kräftigen Tritt in den Arsch zu verpassen. Die Angst, die das Regime mit Terrorismus, Finanzkrise und drohender Arbeitslosigkeit unter der Bevölkerung schürt, wird eines Tages in der Bevölkerung zu einem nichts-mehr-zu-verlierenden Zorn gegenüber dem Regime führen. Bereitet die Jugend auf diesen Moment vor! Stellt euer Wissen zur Verfügung! Begeht nicht den Fehler und schweigt, wie einst die Kriegsgeneration. Die Folgen wären fatal.

Diesbezüglich möchte ich auf den Artikel 20, Absatz 4 im Grundgesetz hinweisen, der mir die Erkenntnis eröffnete, dass ich kein Verrückter (1) bin, kein schläfriger Terrorist, kein Staatsfeind, kein renitenter Wutbürger (2). Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bin ich Widerständler, Verfechter des Widerstandes, Widerstand Leistender!

Denn der genannte Absatz im Grundgesetz besagt: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist“. Jede(r) kann nachlesen und im Anschluss daran begreifen, dass die Absätze 1, 2 und 3 im Artikel 203 durch unsere VolksvertreterInnen nicht umgesetzt werden und somit der Widerstand eines jeden Einzelnen von uns gesetzlich legitimiert oder sogar vorgeschrieben ist. Andernfalls zerstören wir unsere Lebensgrundlage und vergehen uns an der Zukunft nachfolgender Generationen. Denkt an die von mir erst kürzlich im Vorwort abgedruckten Worte von Stephané Hessel: „Empört Euch!“ In diesem Sinne: „Der Kampf geht weiter!“ (Harry Rowohlt)

1) Manch einer mag anderer Meinung sein. | 2) Wutbürger ist das Unwort des Jahres 2010 | 3) GG Art. 20/Abs. 1-3:

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. (Quelle: http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_02.html)

 




“Empört Euch!” (Vorwort 18)

Von Zeit zu Zeit fallen mir Bücher in die Hände von deren Existenz ich ohne das Zutun meiner Umwelt vermutlich nie etwas erfahren hätte. So geschehen, vor einigen Wochen als mir die Streitschrift „Empört Euch!“ – von Stéphane Hessel in die Hände gegeben wurde. Trotz seiner relativ geringen Seitenzahl entwickelte es beim Lesen die volle Kraft der Worte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Das nun Folgende, sind Auszüge aus dem Text, die aus meiner Sicht so aussagekräftig und gehaltvoll sind, dass derer von meiner Seite aus nichts mehr hinzuzufügen gibt und ich mich respektvoll vor den Worten verneige, deren Aussagekraft, das vorangegangene sowie den Rest der Zeitung als Pamphlet der Belanglosigkeit erscheinen lassen. Nun gebe ich zum ersten Mal in der Geschichte vomKreuzberger das Vorwort ab an:

Stéphane Hessel, 93, geboren in Berlin, Widerstandskämpfer der französischen Résistance (Freies Frankreich), Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, Botschafter Frankreichs bei den Vereinten Nationen in Genf.

„Wir, die Veteranen der Widerstandsbewegung und der Kampfgruppe des Freien Frankreich, rufen die Jungen auf, das geistige und moralische Erbe der Résistance, ihre Ideale mit neuem Leben zu erfüllen und weiterzugeben. Mischt euch ein, empört euch! Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, die Intellektuellen, die ganze Gesellschaft dürfen sich nicht kleinmachen und kleinkriegen lassen von der internationalen Diktatur der Finanzmärkte, die es so weit gebracht hat, Frieden und Demokratie zu gefährden“ (Quelle: Stéphane Hessel, Empört euch!, S.9)

Wenn es schon so weit ist, das ein 93-jähriger Veteran die Jugend zu mehr Verantwortung aufruft sollte dies jedem/r zu denken geben. Damit nicht genug es geht noch weiter.

„Wir müssen begreifen, dass Gewalt von Hoffnung nichts wissen will. Die Hoffnung ist ihr vorzuziehen – die Hoffnung auf Gewaltlosigkeit. Das ist der Weg, den wir einschlagen müssen. Wenn es gelingt, dass Unterdrücker und Unterdrückte über das Ende der Unterdrückung verhandeln, wird keine terroristische Gewalt mehr erforderlich sein. Deshalb darf man nicht zulassen, dass sich zu viel Hass aufstaut“ (Quelle: Stéphane Hessel, Empört euch!, S.19)

Streitschrift von Stéphane Hessel
Titel Empört euch!
Ullstein Buchverlag GmbH
ISBN 978-3-550-08883-4
29 Seiten
Preis 3,99 €




Vorwort 19

Die Sonne glüht,

der Joint tut´s auch,

nur tut er dies

mit viel mehr Rauch.

So sinnfrei die Einleitung, so sinnfrei war auch die Selbstherrlichkeit unsere Bundeskanzlerin mit der sie nach den Wahlen in Griechenland dem Willen vom Bündnis der Radikalen Linken (Syriza), „keine Schulden mehr zu bezahlen und das Sparpaket mit den ausländischen Geldgebern neu zu verhandeln“, eine Absage erteilte. Einmal mehr spricht sie die Unwahrheit. Denn was passiert wenn die Griechen ihre Schulden nicht mehr bezahlen? Nichts. Die Griechen sagen: „Fickt Euch!“ und kehren der Europäischen Union den Rücken. Was können wir dagegen unternehmen? Nichts. Frau Merkel kann sich IHRE Verträge alternativlos in den Arsch schieben, genug Platz dürfte neben dem ganzen andern Unrat der sich darin befindet wohl noch vorhanden sein. Sollte die, bei der rektalen Zuführung der Unterlagen, entstehende Reibungswärme das Papier so sehr erhitzen, dass es in Flammen auf geht, kann man für unsere Bundeskanzlerin nur hoffen, dass die Vermutung von Volker Pispers, Kabarettist, zutrifft und „Merkel, aufgrund ihrer Rückradlosigkeit, so flexibel ist, dass sie sich selber am Arsch lecken kann“ und sie somit auch ihr eigens, im Namen des Volkes, entfachte Feuer selbst ausblasen kann. Denn vom Blasen hat sie vermutlich ungleich mehr Ahnung als vom Tuten. Falls nicht, kann sie nur darauf vertrauen, dass der Klimawandel genug Grundeis übrig gelassen hat auf das sie mit ihrem Arsch gehen kann, um den dort inne wohnenden brennenden Krisenherd löschen zu können. Die Zeche zahlen am Ende die SteuerzahlerInnen!

Während dessen schlägt der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar vor: Griechenland solle „zu einem europäischen Protektorat“* werden – und ich stimme diesem Vorschlag unter zwei Bedingungen zu:

Das Protektorat* wird von Deutschland ausgeübt *2, 3

Wir bekommen das Recht unsere politische Führungselite bei vollen Bezügen in eine Ferienanlage auf Rhodos zu entsorgen. Wenn man berücksichtigt, dass die Halbwertzeiten von den Entscheidungen unserer PolitikerInnen ungleich länger sind als die von dem atomaren Sondermüll, der von uns in den Weltmeeren versenkt wird, erkennt man, dass uns diese Vorgehensweise weitaus günstiger käme, als alle anderen Ideen diesbezüglich. Mit etwas Glück erhält das iranische militärische Forschungsprogramm einen nie da gewesenen Aufschwung und die Raketen erreichen einen größeren Radius als den von zur Zeit etwa 2.500 Kilometer – Völlig neue Möglichkeiten täten sich auf um die Pensionskassen zu entlasten.

Nun zu einem Thema das im Internet für reichlich Diskussionsstoff sorgt. Die „BRD-GmbH“, der „Personal-Ausweis“, ein nie geschlossener Friedensvertrag mit den Siegermächten und eine „nicht existierende Verfassung“. Niemand äußert sich stichhaltig, man bekommt von den Behörden so wie auch von den Skeptikern (Verschwörungstheoretikern) die üblichen inhaltslosen und auf mangelnder Kenntnis basierende Aussagen zu hören die eher Hilflosigkeit im Umgang mit dem Thema vermitteln als Interesse der Sache, auf Fakten basierend auf den Grund zu gehen. Keiner stellt sich hin und widerlegt aufgrund von Fakten die Darstellung der Gegenseite. Die Gegenseite tritt sehr nationalistisch auf, sodass ihr rechtsradikales Gedankengut nachgesagt wird. Ein Grund mehr diesem Thema auf den Grund zu gehen. Denn ich habe keine Lust eines Mittags aufzuwachen und meinen Shawarma (sollte ich dann überhaupt noch einen bekommen) mit Reichsmark bezahlen zu müssen.

Ob die „BRD-GmbH“ wirklich nur einen Haftungsrahmen von 25.000 € besitzt, ob wir alle nur „Personal“ der Bundesrepublik Deutschland sind, ob wir uns noch im Kriegszustand befinden und die Verfassungsrechtlichen Grundlagen uns darüber hinaus ins dritte Reich zurück katapultieren könnte oder wir uns weiterhin als BürgerInnen der Bundesrepublik Deutschland bezeichnen dürfen und alles nur die Spinnerei politisch motivierter Personenkreise ist, ist Gegenstand meiner derzeitigen Recherche. Da mein Hirn vom Bewusstsein her ständig erweitert wird, jedoch nicht allwissend ist, muss ich mir bei den Nachforschungen zu diesem Thema bei den fachlich kompetenten Stellen Rat einholen. Diesbezüglich habe ich Verfassungsrechtler, Rechtswissenschaftler und etliche andere Experten angeschrieben und um Mithilfe bei der Auflösung des Rätsels gebeten. Sollte meine Bitten auf offenen Ohren stoßen, werden ich ein einer der nächsten Ausgaben die Wahrheit aus dem Sumpf der Spekulationen herausziehen, zu Tage befördern und somit für Aufklärung sorgen. Anderenfalls muss ich mich in die Thematik einarbeiten was ungleich länger dauern wird. Sollte also irgendeine/r unter euch sein, die/der sich frei von Ideologien mit diesem Thema beschäftigt hat beziehungsweise beschäftigen möchte, ist sie/er hiermit herzlich eingeladen bei der durchaus zeitintensiven Recherche mitzuwirken.

Richtigstellung

In dem Bericht über die Pläne zur Ausgestaltung der Idee zu eine Einführung des Hundeführerscheins in Berlin, Ausgabe 18 auf Seite 5, ist mir ein kleines Malheur unterlaufen. Ich schrieb:“Die Gefahrenquote gibt Auskunft darüber, auf wie viele Bürger im Durchschnitt eine Beißattacke fällt, oder anders gesagt, in Berlin muss man durchschnittlich 7.141 Mal einem Hund begegnen und ihm den Arsch hinhalten bis man auf den 7.142. Hund trifft, der diese Gelegenheit wahrnimmt und herzhaft hinein beißt.“

Hierbei habe ich jedoch versehentlich die Zahlen der Stadt Hamburg eingefügt anstatt die von Berlin Richtig hätte es heißen müssen und korrigiere ich hiermit: Die Gefahrenquote gibt Auskunft darüber, auf wie viele Bürger im Durchschnitt eine Beißattacke fällt, oder anders gesagt, in Berlin muss man durchschnittlich 4.970. Mal einem Hund begegnen und ihm den Arsch hinhalten bis man auf den 4.971. Hund trifft, der diese Gelegenheit wahrnimmt und herzhaft hinein beißt.“

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen

Olly

*1 Ein Protektorat ist ein teil souveränes Territorium, dessen auswärtige Vertretung und Landesverteidigung einem anderen Staat untersteht.

*2 Den anderen Staaten wie Italien, Spanien können wir als Haupt-Bürgen wohl kaum das Ruder überlassen.

*3 Wenn Adolf geahnt hätte mit welch einfachen Mitteln seine Ziele zu verwirklichen gewesen wären, er hätte es sich vermutlich verkniffen Millionen Menschen in den Tod zu schicken und anstatt den eigenen Staatshaushalt, unter Mithilfe seiner Industriellen Verbündeten aus den USA, den der anderen ruiniert. Nun ist Frau Merkel gerade dabei ihr 1.000 jähriges Deutsches Reich Europäischer Nationen (DREN) zu verwirklichen. Sollte sie bei diesem Versuch scheitern, zieht sie hoffentlich die selben Konsequenzen wie es ihr Vorgänger 1945 tat.

 




Vorwort 15

Ich werde immer mal wieder gefragt ob ich, bezugnehmend auf meine regimekritischen Texte keine Bedenken hätte meine Meinung frei von der Leber weg unmissverständlich und deutlich auf Papier zu drucken und dieses in Form dieser euch vorliegenden Zeitung unter das Volk zu bringen. Meine Gegenfrage lautet dann immer: Warum sollte ich Bedenken haben?

Wenn ich in respektloser Form über gewissen Personen (-kreise) und Institutionen schreibe, dann nur aus dem Grund weil sie der Allgemeinheit gleichermaßen respektlos gegenübertreten. Es liegt also ein öffentliches Interesse vor wenn ich über Missstände berichte und dabei nach dem guten alten Sprichwort handel: So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch wieder heraus. Wenn sich jede/r gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt respektvoll verhalten würde, säße ich nicht hier und würde schreiben. Zudem vermelde ich stets die Wahrheit und kann jederzeit anhand des von mir recherchierten Materials den Beweis für die Richtigkeit meiner Angaben erbringen. Dass ich das Wort als Waffe gewählt habe um die Missstände in der Welt anzuprangern zeigt meine hohe Toleranzgrenze, den in mir wohnenden Zorn nicht in aktive Widerstand ausbrechen zu lassen und dem hierzulande regierenden Regime gänzlich und radikal den (Bürger) Krieg zu erklären.

Darüber hinaus ich bin der festen Überzeugung, dass viele Redakteure, Journalisten und Autoren, wenn ihr Arbeitgeber (Verlag) nicht von den Werbekunden abhängig wäre, den Inhalt ihrer Berichterstattung ganz ähnlich deutlich formulieren würden. Als freie Zeitung finanziere ich den Kreuzberger aus eigener Tasche. Es gibt also niemanden, der mir vorschreiben könnte wie ich meine Texte zu verfassen habe und ich brauche auch keine Rücksicht auf die armen kranken Seelen deren nehmen, die ich hier an den Pranger stelle. Wobei es mir mein Respekt, auch gegenüber Volksverrätern und -verräterinnen, gebührt, stets darauf zu achten, bei meiner politisch inkorrekte Form der Meinungsäußerung, die sich bisweilen auf einem ganz eigenen Niveau befindet und im Graubereich, direkt auf der Gürtellinie, immer mit der Gefahr unter diese zu rutschen, darüber hinaus stets in leicht provokanten Formulierungen gehalten, nur in Ausnahmefällen alternativlos in vulgärem Gossen-Jargon niedergeschrieben, stattfindet, grobe Beleidigungen zu vermeiden. Alles klar?!

Jene geistigen Einzeller, die beim Verrichten ihrer Notdurft die Luft anhalten müssen, um nicht zu ersticken, da sie sich aufgrund ihrer eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeiten entweder auf das Luft holen oder auf ´s Scheißen konzentrieren können, sollten die Zeitung an diesem Punkt beiseite legen oder sich den Arsch damit abwischen, aber, bitte, nicht zum Weiterlesen wieder in die Hände nehmen. Danke! (Vorsicht! Bei der Späschel Ädischen bitte vor dem Arsch abwischen die Beilage (Schallplatte) entfernen, da ansonsten Verletzungen drohen)

Denn wer nicht die geistige Grundvoraussetzungen besitzt mitzubekommen, dass die Kreuzberger-Studien, sowie einige Berichte und Meldungen überzogene und absichtlich radikale Formulierungen beinhalten, die einzig und allein dazu dienen meine Abgrund tiefe Verachtung gegenüber Personen und/oder Umständen aufzuzeigen, fällt eindeutig aus dem Kreis der Personen, die den Kreuzberger lesen sollten. Ich bin hier nicht angetreten um es irgendwem recht zu machen, sondern einzig und allein, um meine Sicht der Dinge, in meiner eigenen Art und Weise unter das Volk zu bringen. Dass ich mit dieser „Denke“ nicht alleine da stehe, beweist die Meinung des Berner Publikwissenschaftlers Roger Blum (2001), der fordert, der Journalismus müsse ein Unruheherd sein (S. Ruß-Mohl, Journalismus S. 20, 2010). Wer sich bemüßigt fühlt, seine eigene Sicht der Dinge einer elitären Leserschaft zu präsentieren ist hiermit (erneut) herzlich eingeladen an der Fachzeitschrift für regimekritische Entgleisungen mitzuwirken.

An diesem Punkt möchte ich noch einmal auf eine meiner Grundlagen verweisen: Ob rechts ob links mir stinkt´s!

Gleichzeitig weise ich auf den in jeder Ausgabe abgedruckten Hinweis Der Kreuzberger-Wer sind wir was wollen wir – hin den ich aus gegeben Anlass mal wieder auf die zweite Seite zurückverlegt habe. In Anlehnung an die Formulierung der Lebensmittelindustrie, vor allergenen Inhaltsstoffen in Ihren Produkten hinzuweisen, warne ich abschließend vor dem Weiterlesen:

Achtung!!!! Der Kreuzberger kann Spuren von regimekritischen Texten und vulgären Äußerungen enthalten!

Nun wünsche ich wie gehabt allen Leserinnen und Lesern viel Spaß mit den nun folgenden Zeilen Olly




Allgemeines (Vorwort Ausgabe 13)

Zunächst möchte ich mich an die Hundebesitzer und insbesondere an die weiblichen unter euch wenden. Kaum scheint die Sonne und die Außentemperatur steigt auf über 20 Grad Celsius, erwachen anscheinend auch die Mitarbeiter vom Ordnungsamt aus ihrem behördlichen Winterschlaf. Den ganzen Winter über konnte man frei und ohne Bedrängnis mit dem Hund durch den menschenleeren Park spazieren. Seit Anfang Mai jedoch patrouillieren die Dienerinnen und Diener des Staates wieder durch den Görlitzer Park. Darunter befindet sich nach Aussagen einiger meiner Informanten auch wieder der bereits angeblich mehrfach (Straf-?) versetzte Mitarbeiter der Behörde für Ordnungsangelegenheiten. Im vergangenen Jahr fiel dieser Mitarbeiter insbesondere dadurch auf, dass er in mehrere Gerichtsverfahren mit Hundehalterinnen verwickelt war. Jede/r kann nun für sich Rückschlüsse ziehen: Warum hat dieser Ordnungsamt – Mitarbeiter aufgrund seiner Tätigkeit für diese Behörde mehrere Gerichtsverfahren im Jahr? Warum sind es überwiegend Frauen die in Verfahren gegen diesen Herren verwickelt sind? Und warum wird ein Problemmensch (Abgeleitet vom Begriff Problembär, der sich auch in einem nicht für ihn geeigneten Gebiet aufhielt) wie dieser wieder im Görlitzer Park eingesetzt und nicht in einer Marzahner Plattenbausiedlung? Alles Fragen mit denen ich das Ordnungsamt konfrontieren werde und hoffe euch die Antworten darauf in einer der nächsten Ausgaben präsentieren zu können. Bis dahin seid auf der Hut und seht zu, dass es zu keiner Konfrontation mit ihm kommt. Denn die Gerichte, so haben es die bisherigen Verfahren gezeigt, schenken dem Normalbürger keinen Glauben. Womit ich wieder an den Punkt gekommen bin mein altes „Slime“ – Demoband einzulegen und lauthals mit zu singen: „Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz“.

Ein leichtes Lächeln zog über mein Gesicht, als ich im Radio vernommen habe, dass dem Flugzeug von Bundeskanzlerin Merkel, das Überflugrecht über den Iran verweigert wurde. Zwei Stunden lang kreiste Frau Merkel mit ihrer Delegation über der Türkei. Zum Glück gab es keine menschlichen Fehlerquellen. Der Pilot erfragte ordnungsgemäß das Recht zum Überflug und akzeptierte dessen Verweigerung durch die iranische Flugaufsicht. Er drehte ab und verhinderte somit, dass der Iran Abwehrmaßnahmen einleitete. Was für ein Glück. Nicht auszudenken was geschehen wäre, wenn es anders gekommen wäre. Deutschland stünde im Extremfall, einem Abschuss, ohne Führungsoberhaupt da und die Bundeswehr hätte mit dem Vergeltungsschlag einen weiteren Krisenherd zu bewältigen. Aber auch das zweistündige Kreisen über der Türkei war nicht ganz gefahrlos. Für politische Spannungen mit dem Land hat unsere Regierung in Vergangenheit ausreichend gesorgt. Auch ein Manöver der griechischen Armee, vor der Küste Zyperns hätte, unter Berücksichtigung der derzeitigen angespannten Lage des Landes und der Mitwirkung der Deutschen an diesem Umstand, eine Bedrohung darstellen können.

Ich möchte noch erwähnen, dass Fukushima, über das ich bereits am 09.04.11 mit einem Nachtrag im Bericht „Woher der Wind weht – Die Gleichgültigkeit“ geschrieben habe, sich immer weiter dem Blickfeld der allgemeinen Öffentlichkeit entzieht. Eine mangelhafte Berichterstattung, ist seit dem 18.04.11 „in Kraft getreten“. In der ARD – Tagesschau wird nur noch dann und wann darüber berichtet. Es gibt keine Zahlen (über vor Ort anwesende Arbeiter) und Fakten (Ausmaß der Verstrahlung) mehr. Stattdessen geben die Betreiber zu, dass sie die Öffentlichkeit vom ersten Tag an mit bewussten Falschmeldungen getäuscht und belogen haben. Denn wie wir nun wissen, ist die Kernschmelze in einem der Reaktoren bereits am ersten Tag und bei zwei weiteren in den Folgetagen eingetreten. Vergleiche zu der Katastrophe 1986 in Tschernobyl werden aufgestellt und alles wird normalisiert. Dass die höchste Gefahrenstufe ausgerufen wurde, dient nur dazu, das Desaster als unkontrollierbar einzustufen und die Verantwortlichen sich, wie in Tschernobyl, mit einem Betonsarg aus der Affäre ziehen können. Das Angebot von Tepco, Ausgleichszahlungen zu leisten, ist angesichts des Ausmaßes der Katastrophe, lächerlich. Die offiziell geschätzten Zahlen des finanziellen Schadens reichen von etwa 67 Milliarden bis 130 Milliarden US-Dollar, Spätfolgen nicht mit einbezogen. Die hat das Unternehmen nicht!

Wer sich das heutige Fukushima in 25 Jahren vorstellen möchte, kann gen Osten reisen und sich für 200 US-Dollar auf einer geführten Tour eines örtlichen Reiseveranstalters, die verlassenen und verstrahlten Gebiete rund um das Kernkraftwerk von Tschernobyl und sogar den direkten Ort der Katastrophe von 1986 begutachten (Wie bescheuert ist die Menschheit eigentlich???). Nebenbei möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass das erste Atomkraftwerk in Frankreich wegen dem niedrigen Pegelstand des Zuflusses, seinen Betrieb nicht wie geplant aufnehmen kann.

Zum Abschluss von meinem Bericht zur „Lage der Nation“, oder wie man neudeutsch, wenn man szenisch, trendig und In sein möchte, sagen würde, im „Editorial“, möchte ich es nicht versäumen noch kurz über EHEC zu spekulieren. Woher der Virus kommt weiß keiner. Wie man es behandeln kann, wird gerade eingehend erforscht. Aber nach dem wahren Grund fragt niemand.

„Die von den Bauern ausgebrachte Gülle zum düngen der Felder sei Schuld“, so sagt man uns. Wenn das so wäre, warum gab es nicht schon früher EHEC – Epidemien? Jahrzehnte lang wurden Felder mit Gülle gedüngt. Könnte es nicht vielmehr so sein, dass die Behandlung mit Antibiotika von Tieren die der Menschlichen Nahrungskette zugeführt und deren „medizinisch“ verseuchte Ausscheidungen (Gülle) die auf den Feldern als Düngemittel verwendet werden, die ständige Zugabe von chemischen Düngemitteln, Unkrautvernichtern und Schädlingsbekämpfungsmitteln eine chemische Zeitbombe entstehen ließ, die sich nun an uns zu rächen droht? Dr. Lorin Pang, Arzt und Forscher aus Hawaii, äußert sich dahin gehend und verweist zudem auf eine Studie der „Nationalen Akademie der Wissenschaften“ (USA) in der die Gefahr, die von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgeht um ein vielfaches höher eingestuft wird als die durch traditionelle Kreuzungen.

Fazit: Wir haben es geschafft! Die Weltmeere sind verseucht, der Fischbestand ist auf ein Minimum reduziert. Hühner und ihre, sich im Frühstadium ihres Lebens befindlichen Nachkommen (Eier) sind Dioxin vergiftet. Schweine und Rinder mit Antibiotika und Hormonen vollgestopft und gentechnisch optimiert. Obst ist mit Pestiziden – Getreide, Salat und Gemüse sind dank Phosphordünger mit Uran und Cadmium belastet. Die Luft wird durch abgeholzte Regenwälder und von Menschenhand verursachten Abgase mit CO² verunreinigt. Sinnfreie Aktionen wie die einer innerstädtischen Umweltzone bewirken nachweislich keine ausreichende Verbesserung.

Rückblickend auf die letzte Ausgabe bleibt nur zu sagen, dass ich die Benennung der Reihenfolge der „Bookfield“ – Berichte vermasselt habe und ich die in der „Realtest-Koffer“ – Bauanleitung erwähnten Anschlusspunkte für die Drahtenden vergessen habe einzufügen. Aber nun ja, irgendwas ist immer.

Nun aber zu der aktuellen Ausgabe. Ich habe wieder einen bunten Mix aus interessanten und unglaublichen Nachrichten und Berichten zusammengestellt und hoffe euch damit angemessen zu unterhalten. Da das Vorwort wieder einmal länger wurde als gedacht, gibt es eine unkommentierte Kurzzusammenfassung des Inhalts.




Ausgabe 5

Titelthema: Aus der Sicht eines Hundes (2/2)
Weitere Themen: Vorwort – Ho, ho, ho / Colibri-Bar am Chamissoplatz / Horch und Guck – In Bayern / Kieznetzwerk / Kurz Gesagtes: Die längste Weihnachtsbeleuchtung, Für ein weiteres Jahr…, Pünktlich… / So etwas hat es früher nicht gegeben! – Mauerstahl / Touri-Tipp – East-Side-Gallery / Tresentest – Lisert´s Falckensteiner / William Wires – Pimp a Prejudice

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