Die „Bio“-Verarschung II

Man weiß schon gar nicht mehr was man wem noch glauben darf. Die Bio-Produkt-Produzenten beschwören die Reinheit ihrer Waren – doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Das „Bio“-Geschäft hat sich in mit den Jahren zu einem Milliarden Geschäft entwickelt. Keiner fragt sich jedoch: Woher kommen alle diese „Bio“-Produkte? Woher kommen urplötzlich die ganzen biologisch einwandfreien Anbauflächen? Woher kommen die ganzen Artgerecht gezüchteten Rinder, Schweine, Hühner und schwermetallfreien Fische? Die Antwort ist ganz einfach – es gibt sie nicht! Zumindest nicht in dem Ausmaß, dass die Nachfrage nach biologisch einwandfreien Produkten befriedigt gar gedeckt werden könnte.

Die Polizei von Verona hat im letzten Jahr (2011) einen Betrug mit als „biologisch“ gekennzeichnet Lebensmitteln aufgedeckt. Den Ermittlungen nach gelangten seit dem Jahr 2007, über 700.000 Tonnen der vermeidlichen „Bio“-Produkte gefälschten Dokumenten in den Handel. Der Gesamtwert der Waren beläuft sich auf 220 Millionen Euro. Von dem Skandal betroffen sind Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Ungarn, Belgien, die Niederlanden und die Schweiz. Lediglich 2.500 Tonnen, angebliches „Bio“-Futtermittel, konnte durch die Behörden sichergestellt werden (Quelle: Spiegel.de). An diesen Fall schloss sich nahtlos ein Skandal mit Olivenöl an. Dieses Öl war zwar nicht als „biologisch“ ausgewiesen worden, aber minderwertig und verschimmelt. Der letzte PCB*-Dioxin-Eier-Skandal, der laut Experten keiner war, weil die festgestellten Messwerte keine bedenklichen Folgen für die Gesundheit ergeben hatten. Zur allgemeinen „Beruhigung“ sei noch erwähnt das gar keine Dioxine gefunden, sondern nur PCB. Das wieder ausschließlich um „Bio“- und „Freiland“-Eier handelt sollte nachdenklich stimmen und die Verantwortlichen zu erhöhter Sorgfalt bei der Aufklärung des Falls anhalten. *PCB-Polychlorierte Biphenyle, ist giftig und krebserregend, wurde 2001 durch die Stockholmer Konvention weltweit verboten.

image_pdfimage_print

Kommentar hinterlassen