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18. Lange Buchnacht in Kreuzberg am 4. Juni 2016

Unter dem Motto: Feingeistin meets Revoluzzer treffen zur 18. Langen Buchnacht am 4. Juni 2016 eine Autorin und ein Autor aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide verbindet jedoch die Leidenschaft die Gesellschaft zu hinterfragen. Anna Marin bietet mit ihrem Werk „Wir gehen jetzt!“ Tiefgründigkeit und Triviales und Oliver Jung steht mit seinem Buch „Horch & Guck – Meisterspione a. D.“ für Systemkritik und Revoluzzergeist.

Um 18 Uhr liest der Schauspieler und Sprecher Hubert Burczek aus dem Buch „Horch & Guck – Meisterspione a. D.“ von Oliver Jung. Die Geschichten entsprechen nicht immer der Wahrheit, sind aber, selbst wenn nur der Fantasie des Autors entsprungen, zu nah an der Wirklichkeit, als dass sie als unmöglich erscheinen könnten.

Im Anschluss daran liest um 19 Uhr die Zeichnerin und Autorin Anna Marin aus ihrer Graphic Novel „Wir gehen jetzt!“ und erzählt von sechs Begegnungen zweier Menschen, zwischen Mühe und Leichtigkeit, von Ärger bis Verschmelzung, auf einer immer wechselnden Strecke an Nahe und Distanz, mit wachsender oder schwindender Übereinstimmung. Die Zeichnerin wurde für ihr Buch „Wir gehen jetzt!“ mit dem Mart Stam Preis prämiert. Als präzise Beobachterin bringt sie Bilder und Worte zu Papier, in denen sich die Betrachter_innen wiedererkennen können. Humorvoll, mit ihrem ganz eigenen zeichnerischen Stil macht sie alltägliche Begebenheiten und menschliche Reaktionen zum Thema ihrer Geschichten. Eigentlich unspektakuläre Vorkommnisse zeugen von den tiefgründigen Problemen wie Nähe und Distanz, Kompromissen und Einsamkeit.

Veranstaltungsort: Müßiggang, Second Hand Buchhandlung, Oranienstraße 14a (Heinrichplatz), 10999 Berlin-Kreuzberg SO 36

Kontakt Anna Marin

Web: www.annamarin.info

Mail: annamarin@annamarin.info

Kontakt Oliver Jung

Web: www.draufhauverlag.de

Mail: info@draufhauverlag.de

Telefon: 0175 4275825

Sprecher Hubert Burczek: http://burczek.de/



Horch & Guck: Onkel Horch

Horch saß gerade an seinem Schreibtisch und verfasste ein Beobachtungsprotokoll für sein Archiv, als das Telefon klingelte. Er nahm den Hörer ab, und sogleich fing die Stimme am anderen Ende an zu reden.

»Horch, komm bitte schnell rüber. Die Polizei ist hier und die wollen Dennis verhaften. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Du musst mir helfen, bitte. Schnell!« Readmore..


Horch & Guck: Wahlsonntag

Das Telefon klingelte und Horch nahm den Anruf entgegen: »Ja?«, fragte er genervt. »Wer wagt es am frühen Sonntag morgen zu stören?«

»Ich bin´s.«

Horch erkannte die Stimme seines Freundes: »Wer sollte es auch sonst sein? Was gibt es?«

»Habe ich dich geweckt?«, fragte Guck.

»Nein, so höre ich mich immer an, wenn die Sekretärin auf meinem Gesicht sitzt! Klar hast du mich geweckt! Hast du mal auf die Uhr geschaut?«

»Ja, klar«, antwortete Guck euphorisch, »und weißt du was heute ist?«

»Sonntag!«, fuhr Horch seinen Freund an.

»Ja, aber nicht irgendein Sonntag.«

»Gleich ist Totensonntag mein Freund. Was willst du?« Readmore..


Horch & Guck Das Bewerbungsgespräch (Teil 1)

Guck rief: »Post für dich«, als er das Büro betrat und wedelte mit einem Brief in der Hand. Horch schaute misstrauisch. »Die Farbe vom Umschlag verheißt nichts gutes. Ökograu ist immer irgendeine Scheiße von den Behörden.«

»Da könntest du Recht haben. Jau, hier steht´s, vom Jobcenter.«

»Scheiße, dann ist es noch schlimmer, als irgendeine Behörde.«

Horch öffnete den Brief und las vor: Readmore..


Horch und Guck: Horchs Regimekritik (Teil 2)

»Und wie willst du deine Neuordnung der Gesellschaft den Unternehmen und Konzernen schmackhaft machen? Wenn man denen mit sozialer Gerechtigkeit kommt, drohen die mit Abwanderung und Verlagerung ihrer Unternehmen ins Ausland und bringt somit Arbeitsplätze in Gefahr.«

»Wir brauchen denen gar nichts schmackhaft machen. Sie haben die Wahl entweder sozial gerechter zu handeln oder sie können das Land verlassen.« Readmore..


Horch und Guck: Horch´s Regimekritik

»Hast du die Nachrichten gelesen?«, fragte Horch seinen Freund als dieser das Büro betrat. »Guten Morgen erst einmal«, erwiderte Guck.

»Dafür ist jetzt keine Zeit. Ich muss, ach was, ich will mich aufregen.«

»Wieso, was ist den schon wieder weltbewegendes passiert?«

»Weltbewegendes ist gar nichts passiert, leider. Es würde aber auch schon ausreichen, wenn sich endlich bundesweit etwas bewegen würde. Vorhin haben die Nachrichtendienste gemeldet, dass der Neubau vom Stuttgarter Hauptbahnhof um 2,5 Milliarden Euro teurer wird als berechnet.«

»Echt? Wie geht das denn?«, fragte Guck verwundert. Readmore..


Horch & Guck: Das Buch! – Jetzt! – Endlich! – Neu! – Alle Geschichten! – Sofort kaufen!

Guck kam mit einer Kiste unter dem Arm ins Büro. »Hey Horch, schau mal was ich hier habe.«

»Was denn, sind das die Formulare für die Beantragung deiner Frührente?«, fragte Horch.

»Nein mein Freund, dass sind die ersten Exemplare von unserem Buch.«

»Echt? Geil, zeig her«, forderte Horch seinen Freund ungeduldig auf.

Guck warf ihm ein Exemplar rüber.

»Hier, fang.« Readmore..


Horch und Guck: Horch kann es nicht lassen

„Weißt Du, wo sie ankommt“ fragte Guck. „Nö.“ antwortete Horch.                                         „Aber irgendwo wird ja wohl dran stehen, wo die Maschine aus Trondheim landet“.

„Dort vorne ist eine Anzeigentafel, auf der die ankommenden Flüge verzeichnet sind.“ Gemeinsam waren Horch und Guck zum Flughafen Schönefeld gefahren um Magda abzuholen, die zwei Wochen Urlaub in Norwegen gemacht hatte. Readmore..


Horch und Guck: Im Bundestag

Nach dem langen und düsteren Winter war es ein sonniger Frühlingstag. Horch und Guck unternahmen mal wieder einem ihrer Spaziergänge durch die Stadt. Für ihren Ausflug hatten sie sich vorgenommen, über die Oranienstraße, die Rudi-Dutschke-Straße, vorbei am Brandenburger Tor bis in das Regierungsviertel vorzustoßen. Readmore..