Nachgetreten – Wenn zwei sich streiten…

„Herrlich“ dachte ich als ich in den Tagen nach dem 1. Mai 2011 aus der Presse erfahren durfte, dass sich die Staatsdiener der Polizei, am Tag der Arbeit, gegenseitig auf die Fresse gehauen haben.

Für die von euch, die von diesem Ereignis bisher noch nichts erfahren haben, hier die Geschichte von Anfang an:

Am 1. Mai trafen sich, wie jedes Jahr, tausende Menschen rund um das Kottbusser Tor und in der Oranienstraße um diesen Tag ausgiebig zu feiern und gleichzeitig für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz zu demonstrieren (Und dies vor dem Hintergrund, dass Adolf Hitler Alias „18“, um dem Schwachsinn der Gesellschaft von missverständlichen Zahlencodes auf Kleidungsstücken gerecht zu werden, diesen Tag 1933 zum gesetzlichen und 1934 zum Nationalen Feiertag erklärt hat und der durch den späteren Alliierten Kontrollrat bestätigt wurde). Inmitten dieses friedlichen Volksfestes kam es dann am Rande zu folgender und wie ich finde, besonders amüsanten, aber dennoch zum Nachdenken anregenden, Situation: Der Ort des Geschehens, so berichteten es die Medien, lag unweit vom Kottbusser Tor in direkter Nähe zum Kottbusser Damm. Dort haben sich, inmitten der friedlich protestierenden Menge, zivile und uniformierte Polizeibeamte, sozusagen dienstlich gegenseitig auf die Schnauze gehauen. Den Sieg in diesem ungleichen Kampf trug die uniformierte, mit Kampfanzügen ausgestattete und mit Kampfgas und Schlagstöcken bewaffnete Mannschaft (des PSV/Scherz der Redaktion) vom Platz. Die in Zivil angetretenen Beamten wurden indes bis zur Dienstunfähigkeit traktiert und anschließend Erkennungsdienstlich erfasst. Zu gern hätte ich die dämlichen Gesichter der „Sieger“ gesehen als sie festgestellt haben, wem sie die Fresse poliert haben. Die in diesem Gefecht verletzten Beamten wurden ärztlich versorgt und waren an diesem Tag nicht mehr einsatzfähig.

Und nun zum inhaltlich wertvolleren Teil des Berichts. Diese an sich recht amüsante Situation zeigt einen Umstand auf, der seit Jahren für Diskussionsstoff sorgt aber weder von der einen Seite (Demonstranten) ausreichend bewiesen, noch von der anderen Seite (Staat) zugegeben wurde. Denn, wenn die Beamten in Zivil ein Verhalten an den Tag gelegt haben das ein derart hartes Eingreifen der Uniformierten Beamten rechtfertigte, beweist dies, dass sich die geschädigten Zivilbeamten vor Ort aufgehalten haben um als Provokateure eine illegale Aktion anzuzetteln oder sich zumindest an ihr beteiligt und somit eine Eskalationen der Situation gefördert haben. Haben die Zivilbeamte jedoch nur „friedlich“ ihren Dienst verrichtet und das Treiben der Massen beobachtet beweist es, dass einige geistige Einzeller der Polizei durchgedreht sind und grundlos Demonstranten und diesmal auch ihre eigenen Kollegen verprügelt haben. Egal wie man es dreht und wendet. Egal wie sich die Verantwortlichen wieder herausreden wollen. Das war ein Anschiss auf voller Linie der beweist, dass wir von charakterlichen Tieffliegern „bewacht“ werden. Und wer zahlt den ganzen Aufmarsch Uniformierter auf dem Niveau von Intensivtätern? Die Antwort auf diese Frage kann nun jeder für sich selbst herausfinden.

Fazit: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Und ick freu mir!

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